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Im festlichen Ambiente des Rokokosaals der Regierung von Schwaben in Augsburg wurden am 29. Juni 2026 Robert Mecklinger und Claudia Thomamüller mit dem Ehrenzeichen „Grüner Engel“ ausgezeichnet. Die Ehrung wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz verliehen und würdigt Menschen, die sich ehrenamtlich mit großem persönlichem Einsatz für die Bewahrung der Natur in Bayern engagieren. Da der Staatsminister Thorsten Glauber leider verhindert war, wurde die Auszeichnung von der schwäbischen Regierungspräsidentin Barbara Schretter überreicht. Insgesamt wurden sieben Persönlichkeiten aus Schwaben für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement im Umwelt- und Naturschutz geehrt.
Robert Mecklinger erhielt die Auszeichnung für seinen langjährigen Einsatz in der Umweltbildung und Naturschutzarbeit in Friesenried (Landkreis Ostallgäu). Als Gründer und Betreuer des LBV-Vogellehrpfades im Königsberger Forst im Aschtal hat er über nahezu zwei Jahrzehnte hinweg ein Bildungsangebot geschaffen, das weit über die Region hinaus Beachtung findet.
In ihrer Laudatio würdigte Regierungspräsidentin Barbara Schretter das außerordentliche Engagement des Geehrten. Mit viel Leidenschaft habe Mecklinger den LBV-Vogellehrpfad aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt. Rund 60 heimische Vogelarten werden dort in liebevoll gestalteten Schaukästen vorgestellt. Der Lehrpfad begeistert Jahr für Jahr Familien, Wanderer sowie Schul- und Kindergartengruppen und vermittelt auf anschauliche Weise Wissen über die heimische Vogelwelt.
Claudia Thomamüller engagiert sich schon seit rund 20 Jahren für den Amphibienschutz im Landkreis Friedberg, wofür sie jetzt mit dem „Grünen Engel“ geehrt wurde. Mit Ihrer warmherzigen und offenen Art motiviert sie auch andere zum Mitmachen. Damit stärkt Sie nachhaltig den Zusammenhalt in der LBV-Kreisgruppe Aichach-Friedberg. Seit 2006 organisiert Sie die jährliche Amphibienwanderung am Eisweiher in Mering. Mit Ihrem außergewöhnlichen Einsatz trägt Sie so entscheidend zum Schutz der empfindlichen Tiere bei. Den Amphibiennachwuchs erfasst sie mit großem Engagement und beobachtet die Bewegungsmuster der Tiere. Dadurch erarbeitete sie sich ein tiefes Fachwissen und umfassende Kenntnisse über deren Lebensräume erarbeitet.
Besonders Hob die Regierungspräsidentin Ihren Einsatz im sogenannten Hüpferlingsprojekt hervor. Mit großer Sorgfalt organisiert Frau Thomamüller den sicheren Transport junger Amphibien über stark befahrene Straßen. Damit leistet Sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Bestände.
Die Feierlichkeiten fanden in einem würdigen Rahmen statt. Ein Cello-Duo sorgte für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung und verlieh dem Festakt eine besondere Atmosphäre. Im Anschluss an die Ehrungen kamen die Ausgezeichneten, ihre Angehörigen und zahlreiche Gäste bei einem Empfang miteinander ins Gespräch.

Mit einer Exkursion zur Scheidtobelbahn am Fellhorn und einer anschließenden Kundgebung in Oberstdorf hat das Bündnis „Rettet die Berge“ am 16. Juni auf die Folgen des Bayerischen 3. Modernisierungsgesetzes aufmerksam gemacht. Rund 35 Menschen beteiligten sich an der Begehung, etwa 80 Personen kamen anschließend zur Kundgebung am Bahnhofsplatz in Oberstdorf zusammen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Kritik an den angehobenen Schwellenwerten für Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) durch das 3. Modernisierungsgesetz. Diese Gesetzesänderung führt dazu, dass unter anderem die Auswirkungen von Gesamtprojekten auf Natur und Landschaft nicht mehr ausreichend untersucht werden, die Zivilgesellschaft nicht mehr umfassend eingebunden wird und Alternativen zu geplanten Eingriffen unberücksichtigt bleiben. Fachleute zweifeln zudem an der Vereinbarkeit der Regelungen mit europäischem Recht. Wenn alle Eingriffe nach der „Salamitaktik“ einzelne beantragt und genehmigt werden erfolgt eine schrittweise Erweiterung des Skigebiets. Durch die fehlende Gesamtbetrachtung werden die tatsächlichen Auswirkungen auf Natur und Landschaft völlig unterschätzt.
Bei der Exkursion erläuterten Mitglieder des Bündnisses die ökologisch wertvollen Lebensräume im Scheidtobel, die von Seilbahn- und Pistenausbau betroffen sind. Besonders hervorgehoben wurden seltene Biotope und Vegetationstypen, die nicht kompensierbar sind und die mangelnde Hangstabilität. Nach Gefahrenhinweiskarte des LfU besteht für das gesamte Skigebiet am Fellhorn die Gefahr von tiefgreifenden Hangrutschungen, konkret im Ausbaugebiet sind zusätzlich zwei Georisk-Gebiete ausgewiesen.
„Keiner will die Sanierung der Scheidtobelbahn verhindern“ betont Spitzen-Alpinist und Natura 2000-Botschafter Alexander Huber bei der anschließenden Kundgebung in Oberstdorf. „Es geht darum, dass das, was schützenswert ist, auch geschützt bleibt!“
Das Bündnis „Rettet die Berge“ fordert die Bayerische Staatsregierung daher auf, den Abbau von Naturschutzstandards zu stoppen und die Schwellenwerte für Umweltverträglichkeitsprüfungen wieder auf das frühere Niveau anzuheben.

Hintergrund
Teilflächen der geplanten Baumaßnahmen liegen innerhalb des Naturschutzgebietes Allgäuer Hochalpen, eines FFH-Schutzgebietes und eines Vogelschutzgebietes, die das in Bayern vom Aussterben
bedrohte Birkhuhn schützen sollen. Das Gebiet zählt zu den wichtigsten Lebensräumen für das Birkhuhn in Bayern. Aus diesem Grund reichte der LBV am 26. März 2026 Klage ein. Diese begründete er Mitte
April noch einmal ausführlich und kritisierte erste bereits erfolgte Rodungen als illegal.
Bereits im Oktober 2025 hatte der LBV kritisiert, dass durch das sogenannte 3. Modernisierungsgesetz Umweltstandards ausgehebelt wurden. So war für den geplanten Neubau der Sesselbahn am Scheidtobel keine Umweltverträglichkeitsprüfung mehr nötig, obwohl sich das Bauvorhaben in einem Gebiet mit höchsten Schutzkategorien befindet. In einer Pressemitteilung vom November kritisierte der LBV die Pläne für den Neubau eines Sesselliftes als nicht genehmigungsfähig.
Die Alpen sind Lebensraum vieler hochbedrohter Tier- und Pflanzenarten, die durch den Klimawandel besonders gefährdet sind. Gleichzeitig trägt Bayern eine besondere Verantwortung für den Erhalt jener Arten, die in Deutschland nur in den Alpen vorkommen. Der LBV wird nicht zulassen, dass für kurzfristige wirtschaftliche Interessen massive Eingriffe in hochsensible Ökosysteme erfolgen, ohne dass die Umweltbelange umfassend geprüft wurden.
Jetzt wird’s heiß: In den kommenden Tagen steht Bayern eine Hitzewelle mit Temperaturen über 30 Grad bevor. Doch während sich viele Menschen über Sonne und Badewetter freuen, leiden viele Tiere unter Hitze und Trockenheit. Der LBV rät deshalb, jetzt Vogeltränken aufzustellen und erklärt, was es dabei zu beachten gibt. Nicht nur Vögel freuen sich über das kühle Nass: Auch andere Tiere wie Igel, Eichhörnchen oder Insekten nutzen die Tränken.
Eine Wasserstelle einzurichten, ist ganz einfach: eine flache Schüssel oder ein Blumentopf-Untersetzer genügt. Wichtig ist es jedoch, dabei auf Hygiene zu achten. Vor allem bei großer Hitze muss das Wasser unbedingt täglich gewechselt und die Tränke gereinigt werden, da sich sonst schnell Krankheitserreger vermehren, die tödlich sein können. Chemische Reinigungsmittel sind dabei tabu.
Es reicht, die Tränke mit kochendem Wasser und einer Bürste zu reinigen.
Wer zwei Wasserschalen abwechselnd benutzt, kann die eine Tränke 24 Stunden in der Sonne trocknen – auch das tötet eventuelle Parasiten. Die regelmäßige Reinigung und frisches Wasser verhindern zudem, dass Stechmücken angelockt werden und ihre Eier im Wasser ablegen, darunter auch die Tigermücke, die Krankheiten übertragen kann.
Vögel nehmen eine Tränke nur an, wenn sie sich dort sicher fühlen. Ideal ist deshalb ein für Vögel gut einsehbarer, erhöhter Platz mit nahegelegenen Büschen und Bäumen, in die sich die Vögel bei Gefahr schnell flüchten können.
Weiters nutzen Vögel die Wasserstelle auch zum Trinken. Eine Tränke mit flachem Schalenrand und rauem Boden bietet den Vögeln sicheren Halt. Übrigens baden manche Vögel auch gerne im Sand, um ihr Gefieder von Parasiten zu befreien. Wer keine offene Sandstelle im Garten hat, kann ganz einfach ein Sandbad in einer flachen Schale einrichten.
Weitere Infos findet ihr unter: lbv.de
Sie haben einen Jungvogel außerhalb seines Nests gefunden? Hier erfahren Sie was zu tun ist. Viele gefundene Jungvögel sind nämlich nicht so eltern- und hilflos, wie sie auf uns Menschen wirken. In einem kostenlosen Faltblatt erfahren Sie zudem weitere hilfreiche Tipps.
Vogelkinder hüpfen durch die Büsche oder über Rasenflächen und betteln aus umliegenden Gehölzen ihre Eltern um Futter an. Doch die herz-zerreißenden Bettelrufe sind keine Hilfeschreie! Wer Hauskatzen besitzt und trotzdem Vogelkinder in seinem Garten haben will, sollte seinen Stubentiger für ein paar Tage im Haus halten.
Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: https://www.lbv.de/ratgeber/tier-gefunden/vogel-gefunden/.
Bevor Sie einen scheinbar verlassenen Jungvogel aufnehmen, beobachten Sie bitte aus sicherer Entfernung mindestens eine Stunde lang, ob er nicht doch noch von seinen Eltern versorgt wird.
Verloren gegangene Jungvögel werden bis zu 24 Stunden lang von ihren Eltern gesucht. Ein kurz aufgenommener Jungvogel kann ohne Probleme wieder zurück in eine Astgabel am Fundort gesetzt werden.
Es gibt zwei Ausnahmen, in denen geholfen werden darf: Sehr junge und noch kaum befiederte Tiere, die aus dem Nest gefallen sind, können vorsichtig dorthin zurückgesetzt werden.
Des Weiteren können bei Gefahr durch Katzen oder an vielbefahrenen Straßen die Vogeljungen in Hörweite vom Fundort umgesetzt werden, am besten erhöht in eine Astgabel.
Am Samstag, den 28. Februar trafen sich fast 40 LBV-Aktive aus ganz Schwaben, um sich über die neusten Aktivitäten im Bezirk auszutauschen. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bezirksgeschäftsstelle Schwaben. Als Gäste kamen Dr. Norbert Schäffer, der 1. Landesvorsitzende des LBV und Doris Thurau aus dem LBV- Landesvorstand. Das Programm bestand aus Vorträgen und Berichten aus der Landesgeschäftsstelle und der Bezirksgeschäftsstelle und den einzelnen Kreisgruppen, die Ihre aktuellen Projekte vorstellten. Zum Thema Umweltbildung erarbeiteten die Ehrenamtlichen in Kleingruppen Wünsche und Ziele, die umgesetzt werden sollen. Die Bezirksversammlung fand in der Umweltstation Augsburg statt, wo auch das Außengelände in den Pausen bei herrlichstem Vor-Frühlingswetter ideal genutzt werden konnte.
Am 2. Februar hat die EU-weite Kampagne #HandsOffNature eine neue Petition gestartet unter dem Motto „Hände weg von unserer Natur!“ Wir bitten euch, die Petition zu unterschreiben und möglichst breit zu streuen!
à https://www.lbv.de/mitmachen/politisch-aktiv-werden/handsoffnature/
Denn auf EU-Ebene droht die nächste Angriffswelle auf Natur- und Umweltstandards, gegen die wir unsere Stimme erheben wollen.
Warum jede Stimme wichtig ist
In Europa gelten jahrzehntelang erkämpfe Gesetze, zum Schutz von Mensch, Natur und Artenvielfalt. An diesen zentralen Gesetzen wird derzeit in Brüssel Schritt für Schritt gesägt. Omnibus-Verfahren, Stress-Test, Infrastrukturzukunftsgesetz oder Modernisierungsgesetz sind nur ein paar der zahlreichen Initiativen, die aktuell unter dem Label „Vereinfachung“ oder „Bürokratieabbau“ auf bayerischer, nationaler und europäischer Ebene in den Parlamenten beraten werden. Doch was harmlos klingt, bedeutet in der Realität: weniger Schutz für Natur und Artenvielfalt.
Gerade aus Bayern kommen besonders laute Stimmen, die wichtige Naturschutzgesetze wie Natura2000 oder die Natur-Wiederherstellungsverordnung schwächen oder gleich ganz abschaffen möchten. Das dürfen wir nicht zulassen.
Schon Anfang September 2025 haben wir gezeigt, was möglich ist: Als die EU-Kommission fragte, ob Umweltgesetze aus Gründen der „Effizienz“ geschwächt werden sollen, sind viele Menschen in Bayern aktiv geworden. Dem Aufruf der Verbände folgend, haben sich europaweit 196.096 Personen an der Konsultation beteiligt, davon fast 5000 über den LBV. Dieser Druck hat Schlimmeres verhindert! Aber: die "Vereinfachung" von Natur- und Umweltschutzgesetzen geht weiter. Damit die Deregulierung nicht unbemerkt vorangetrieben wird, startet das europäische #HandsOffNature-Bündnis nun eine neue Petition. Diese wird nun über einen längeren Zeitraum (mind. bis Mitte April) laufen.
Mit eurer Unterstützung knüpfen wir an den Erfolg der letzten Petition an und sagen laut und deutlich: Hände weg vom Naturschutz!

Brigitte Kraft, Leiterin der LBV-Bezirksgeschäftsstelle Schwaben:
„Wir freuen uns sehr, dass der Alpensalamander von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) zum ‚Lurch des Jahres 2026‘ gekürt wurde. Der pechschwarze Schwanzlurch kommt nur in den Alpen und in wenigen Bereichen des Alpenvorlands vor. Deshalb trägt Bayern eine besondere Verantwortung für diese in Europa streng geschützte Art. Besonders ist auch seine Fortpflanzung: Statt Eier abzulegen, bringt das Weibchen nach einer sehr langen Tragzeit von zwei bis vier Jahren ihre Jungen lebend zur Welt. Je höher der Lebensraum liegt, desto länger dauert die Entwicklung – eine perfekte Anpassung an die harten Bedingungen im Gebirge.“
„Der LBV erfasst seit Jahren im Alpenraum, mit Schwerpunkt auf das Ost- und Oberallgäu, wie viele Alpensalamander auf Straßen überfahren werden. Auf manchen Straßen sind es über 40 Prozent der Tiere. Das ist alarmierend und kann dazu führen, dass der Alpensalamander in diesen Gebieten ganz verschwindet. Neben den Verkehr setzen ihm Düngung, der Verlust vielfältiger Strukturen in der Landschaft und eine höhere Anzahl an Weidetieren auf Alm- und Alpflächen zu. Auch der menschgemachte Klimawandel wird diese besondere Art nicht verschonen.“
LBV-Projekt für den Alpensalamander
Um mehr über die Verbreitung und die Gefährdung des Alpensalamanders zu erfahren, hat der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) eine Online-Meldeplattform eingerichtet. Sichtungen von lebenden und toten Tieren können unter LBV.de/alpensalamander-projekt gemeldet werden. Ergänzend zu diesem Citizen-Science-Projekt hat der LBV eine Wanderausstellung, Infobroschüren und ein Bildungskonzept entwickelt. Auch wurden erste Hinweisschilder im Gelände aufgehängt, um die Bevölkerung für den Schutz des Alpensalamanders zu sensibilisieren. In den vergangenen zwei Jahren hat der LBV zudem knapp 280 Alpensalamander auf den Amphibienpilzes Bsal untersuchen lassen, der für die Tiere tödlich ist. Zum Glück wurde dieser gefährliche Pilz in den Alpen bislang noch nicht nachgewiesen.

Auch im Schuljahr 2025/2026 erforschen Schülerinnen und Schüler aus dem Ost- und Oberallgäu die Vielfalt in den Alpen. Beim LBV-Biodiversitätsprojekt Klassenzimmer Alpen erforschen erleben aber auch Eltern und angehende Lehrkräfte die Alpen aus einer neuen Perspektive. Gemeinsam mit dem LBV-Team untersuchen sie Tiere und Pflanzen auf der Bergwiese oder in alpinen Gewässern und lernen dabei doch viel mehr als nur Alpentiere und Bergblumen zu erkennen.
Mit dem LBV-Bildungsprojekt werden die Teilnehmenden für die Vielfalt begeistert, lernen genau hinzuschauen und Zusammenhänge zu erkennen. Sie erleben die Natur als großes Netzwerk, indem jede Art ihre Bedeutung und ihren Platz hat. Genauso erfahren sie aber auch, dass sich der Blick vom Berg in die Welt lohnt. Kinder erkennen durch die Erlebnisse am Berg auch globale Zusammenhänge und werden sich ihrer Selbstwirksamkeit bewusst, beides Grundlagen für die Mitgestaltung einer lebenswerten Zukunft und Ziele unserer Bildung für nachhaltiger Entwicklung im LBV.
Hier geht's zur Projektseite Klassenzimmer Alpen:
Grundsätzlich begrüßt der LBV die Nutzung regenerativer Energien, um die Energiewende herbeizuführen. Allerdings werden die bayerischen Fließgewässer bereits stark zur Wasserkraftnutzung herangezogen und erbringen bereits ihren Beitrag zur CO2-armen Stromgewinnung. Der Großteil des Wasserkraftpotenzials (91%) ist bereits erschlossen. Die dealpinen Flüsse Lech, Isar, Inn, Iller und die Donau erzeugen ¾ des bayerischen Wasserkraftstromes. Bei rund 75 % der bayerischen Wasserkraftanlagen findet eine Wasserausleitung statt. Die von der Ausleitung betroffenen Gewässerstrecken machen in Bayern ca. 10 % der Gesamtgewässerstrecke aus. Im etwa 940 km langen Gewässernetz des Iller-Einzugsgebietes liegen 225 Wasserkraftanlagen. Statistisch betrachtet befindet sich also auf 4 km Fließstrecke eine Wasserkraftanlage.
Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität sind die zwei großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Maßnahmen zum Klimaschutz dürfen aus Sicht des LBV nicht zu Lasten der Biodiversität gehen. Die Belange des Naturschutzes sind gleichwertig mit der Erzeugung von regenerativen Energien anzusehen und beides darf nicht gegeneinander ausgespielt werden. Zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität sollten jetzt der Rückbau und die Optimierung bestehender Wasserkraftanlagen den Vorrang vor dem Neubau haben.
Naturfrevel Rappenalpbach im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen, illegale Wasserentnahme für ein Skigebiet in Balderschwang, Antrag auf den Bau einer Wasserkraftanlage an der Trettach, außerhalb der Allgäuer Hochalpen, Antrag auf den Bau einer Wasserkraftanlage im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen: was muss noch alles passieren, dass allen klar wird, dass Fließgewässer wie beispielsweise die Trettach in der Gemeinde Oberstdorf wichtige Biotopverbundsysteme sind und ein bedeutendes Naturerbe, das erhalten werden muss.
Deshalb ein klares NEIN zu den beim Landratsamt Oberallgäu zur Genehmigung eingereichten Planungsunterlagen zum Bau von zwei Wasserkraftanlagen in die Trettach!
Als Naturschutzverband setzen wir entschieden ein klares Zeichen für Demokratie und Menschenrechte und gegen rechtsextreme Gruppierungen.
Gemäß unserer Satzung bekennt sich der LBV zu Überparteilichkeit in Übereinstimmung mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und der Bayerischen Verfassung. Der LBV verpflichtet sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung und duldet keinerlei Mitglieder oder Aktivitäten im Verband, die diese missachten oder die Unterdrückung der Menschenrechte zum Ziel haben.
Unsere Vision ist geprägt von dem Wunsch nach biologischer Vielfalt sowie einer pluralistischen Gesellschaft, in der jede einzelne Person unabhängig von Herkunft, sexueller Orientierung, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Glauben, Bildungshintergrund, körperlichen und geistigen Fähigkeiten geachtet und respektiert wird.
Der LBV unterstützt daher die aktuellen Demonstrationen und weitere Aktivitäten zum Schutz der Demokratie und fordert dazu auf, sich aktiv - auch unter Verwendung der LBV-Zeichen - daran zu beteiligen. Wir beteiligen uns nur an Demonstrationen und Aktivitäten, solange diese gewaltfrei und in gegenseitigem Respekt verlaufen.
Der LBV ist Mitglied im Bayerischen Bündnis für Toleranz. Es tritt für Toleranz sowie den Schutz von Demokratie und Menschenwürde ein. Gerade im Naturschutz versuchen Rechtsextreme und Rechtspopulisten Fuß zu fassen, ihre Narrative sind nicht immer leicht zu erkennen. Dagegen wollen wir ein deutliches Zeichen setzen. Das Bayerische Bündnis für Toleranz setzt der Bedrohung unserer Gesellschaft durch Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus etwas Positives entgegen.
Als Mitgliedsorganisationen bekämpfen wir rechtsextreme, antisemitische und rassistische Einstellungen, Haltungen und Handlungen, niemals aber die Menschen, die hinter diesem Gedankengut und diesen Aktivitäten stehen. Zum Bündnis
Für unsere Programme im Bereich Umweltbildung / BNE werden wir seit 2006 vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz im dreijährigen Rhythmus ausgezeichnet. Nun sind wir Partner im Qualitätsnetzwerk BNE in Bayern.
Zu weiteren Informationen über unsere Programme können Sie hier weiterlesen